Reisebericht Mallorca 2011

 

Ausführlicher Reisebericht Mallorca 2011

Teil 3

Wir kehren in einem der Strandrestaurants ein (Frage: Sie sprechen deutsch? – Ja, freilich! Die Chefin kommt aus dem Schwäbischen) und essen Lasagne und Sardinen -> wie immer, sehr gut.

Anschliessend geht’s zur Endstation der Bahn und zurück nach Palma. Spät, gegen 20:00h, sind wir wieder in unserem „Punkt1 Restaurant Sa Farinera“ und essen noch eine Kleinigkeit.
Dann heim: Anstrengend, schön, müde, morgen Ruhetag.

Wer hat’s erfunden?
Die Japaner? Wie oft haben wir die kleinen Schlitzaugen belächelt, wenn sie mit ihren Fotoapparaten auftauchten: Raus aus dem Bus, schön in Pose gestellt, lächeln – das können sie besonders gut – und klick, klick, klick... Man braucht ja schließlich Beweise für die anderen 80 Millionen Japaner, die Europa noch nicht gesehen haben. Loreley, Neuschwanstein, Heidelberg, Chiemsee in japanischer Hand.
Vergesst es, das waren Kleinbild-Zeiten und das Fotographieren war dem Deutschen einfach zu teuer! Film kaufen, entwickeln, Bilder machen lassen: nix für uns. 1-2 Filme pro Urlaub mussten reichen!

Heute haben wir die Japaner um Längen überholt: Wir haben’s erfunden, das digitale Zeitalter!
Speicherchips in allen Größen machen das Fotographieren zum Null-Tarif möglich. Die Anzahl Bilder wird kaum noch beschränkt, und falls doch, wird eben für ein paar Euros eine größere Karte eingelegt.
Die Qualität der Bilder hingegen wird immer schlechter, weil absolut alles und bei jeder Gelegenheit geknipst wird. Motto: Kann man später ja wieder löschen...
Ich mache es genauso – und später wird eh nichts gelöscht!

Fragt Angelika, falls ihr mir nicht glaubt: Da rennt doch ein älterer Herr in Badeschlappen durch die Innenstadt von Palma – schwitzend, keuchend, ein blaues Bändchen am Arm – und photografiert alles was ihm vor die Linse kommt. Wir treffen ihn mehrmals an verschiedenen Ecken und ich mache mir Sorgen um den Mann.

Später sehe ich ihn noch einmal: völlig geschafft schaut er aus dem Fenster des „all inclusive“ Busses.
Weiter geht die Safari - auf dass die Speicherkarte groß genug sein möge...

Mallorca Reisebericht
Reiseberichte aus Mallorca


26.05.2011
Ruhetag auf meine Art!

Fische, Öl, Essig und Zwiebeln machen Probleme. Mit der Toilette bin ich heute per du.
Wir lesen und relaxen am Pool, aber nach 1-2 Stunden muß ich ganz einfach irgendwas unternehmen.
O.K., im Supermarkt hole ich Getränke und Knabberzeug. Eine BILD kann auch nicht schaden, hab ja Zeit genug.
Zurück am Pool lese ich weiter bis mir der Gedanke kommt einmal in die Berge zu fahren und dort ein paar Bilder zu schießen. Gedacht, getan!
Hier sind sie also versteckt, die Promi-Villen:

Als ich zurückkomme werde ich mit den Worten: „Du nervst; du kannst einfach nicht gscheit relaxen“ empfangen. Dabei bin ich auf Seite 314 in einem Frauenroman (Die Apfelpflückerin)!
Ich versuche mit einer Espresso-time und Keksen wieder Gut-Wetter zu machen.

Für heute abend ist ein Finka-Essen mit allen Gästen angesagt. Jaume und sein Personal arbeiten schon fleißig in der Küche und im Innenhof. Es gibt Fischsuppe, gefüllte Zuchini, jede Menge Brot, Tomaten, erlesene Weine.  Man lernt die Leute kennen, hat Spaß, Unterhaltung und muß anschliessend nicht mehr Auto fahren.
Photos vom Essen gibt es nicht – der Blitz hat versagt; da müssen wir auch noch etwas erfinden...

Töpfchen findet Deckelchen...
Beim Essen lernen wir Sabine und Kornel näher kennen. Die beiden kommen aus dem Schwabenland und sind seit einigen Tagen verheiratet. Sie: Finanzbeamtin in gehobenem Dienst, Sklavin von 2 Shetland Ponies. Er: Schreiner, Maler, Krankenpfleger, Goldschmied, Koch und Gartenbauarchitekt. Wie soll das denn passen?

Es passt!
Wir unterhalten uns toll, haben viel Spaß miteinander (nicht nur heute abend) und tauschen uns aus. Die beiden haben die Ruhe weg – eben Schwoobe! – und Ausdauer bis es nacht wird. Nach einem Absacker mit den beiden endet der (Ruhe-)tag.
p.s.
Ein Mann mit 6 Jobs muss ein Aufschneider sein – oder eben ein Vielfachtalent.
Nochmal p.s.
Die Zeichnung auf Seite 1 stammt von Kornel...

27.05.2011
Oma Bärbel hat Geburtstag – Angelika ruft sie an und sie freut sich unheimlich.
Ich höre Inselradio – das Radio auf der schönsten Insel der Welt: Ibiza brennt, Schumi schrottet sein Auto, von Japan hört man nichts mehr (was war da noch?? Ach, ja! Tsunamie und kaputte Kernkraftwerke), deutsche Rentner kriegen 1% mehr, Mladic ist gefasst, Gurken aus Spanien sind vergiftet, und und und ....
Es perforiert uns nur tangensieur ;-))



Wir fahren nach Palma. Mio-Jachten im Hafen – Wahnsinn; dann die Kathedrale – muss man gesehen haben; Museum und Innenstadt – auch toll.

Beim ausgedehnten Shopping kaufen wir dann auch die Malle-Schuhe für die Enkels – endlich!

Shopping
Ich bin überzeugt, dass der deutsche Mann mindestens 10% seines Lebens damit verbringt auf seine Frau zu warten! Beim Shopping ist das offensichtlich. Ich mache 3 Ladenüberfälle mit (Leder, Hüte, Schmuck), obwohl gar nicht geplant ist, etwas in dieser Art zu kaufen. Beim 4. Laden bleibe ich vor der Tür stehen und warte...

Palma de Mallorca

Und hier stehen sie nun: Vor jedem Geschäft ein Türwächter! Blick nach links, dann nach rechts, dann ein Griff an die Hosentasche –ja, die Geldbörse ist noch da – Blick in das Geschäft – ja, die Frau ist noch drinne -, Blick auf die Uhr und dann das ganze von vorne: Blick nach links... Sie kommt raus und weiter geht’s zum Laden Nr. 5

Frauen dagegen haben beim Shopping alle Zeit der Welt. Ohne Preisvergleich wird nichts gekauft und oft müssen sie zurück zum Laden Nr. 1, weil es hier eben günstiger ist. Das Täschle hängt locker über der Schulter –Angst vor Dieben ist den Frauen unbekannt. Bei vielen Damen sehe ich, dass die Tasche sogar noch OFFEN ist!
O.K., uns passiert nicht. Wir fahren weiter nach Valdemossa!

Valdemossa

 

Dieses Bergdorf erklärt sich anhand der Bilder selbst – einfach wunderbar:

Abends gehen wir zum Essen in’s „Castell del Bosque“ auf halbem Weg nach Portcolon. Nach 3 Tagen Fisch möchte ich mal wieder ein ordentliches Stück Fleisch. Das Essen ist dann auch wirklich gut, aber das Weizenbier schmeckt ungeniesbar. Auf dem Flaschenetikett sehe ich, das das Verfallsdatum mit einem Korkenzieher weggekratzt wurde. Hier muss ich nicht mehr hin...
28.05.2011
Markt in Santanyi – hier bekommt man wirklich alles. Wir kaufen einige Kartoffeln, Zwiebeln und Paprika, weil wir heute abend auf der Finka essen wollen. Als ich zahlen will, lächelt der Händler und sagt: 1 Euro bitte!! Eine Knoblauchknolle schenkt er uns noch dazu...

Angelika kauft ein hübsches Kleid (sie behauptet, es wäre eine Bluse), eine Tasche aus Nepal und einen Eidechsenanhänger. Ich habe an jedem Stand schön gefeilscht, aber gegen diese Fachleute kann ich nicht viel ausrichten – egal.

Wir besuchen die „Salines de Lerant“ und kaufen dort 1kg des berühmten Meersalzes. Preis 2,00 € - Aldi kann es besser...

Dann geht es weiter nach „Sant Jordi“, einer Touri-Siedlung, die in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde. Keine Richtung bei der Architektur und –schrecklich- ein Felsenstrand! Das konnte ja nicht gut gehen. Deshalb heissen hier auch alle Häuser „SE VENDE“ – recht einfallslos.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Gutgläubige hier in Ferienwohnungen investiert haben, die dann überwiegend leer stehen. Es ist absolut nichts los. Häuser vergammeln oder sind erst gar nicht fertig gebaut worden.

se Vende, span. – zu verkaufen...


Mallorca Valdemossa

 

 

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