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Namibia ein beliebtes Reiseziel

Dienstag, 3. Juni 2014 6:34

Namibia ist wegen seiner geografischen Vielfalt ein nicht nur bei deutschen Touristen beliebtes Reiseziel. Das afrikanische Land besteht aus vielen sehr unterschiedlichen Naturräumen: Im Westen befinden sich die rötlichen hohen Sanddünen der Namib-Wüste, die sich bis zur Atlantik-Küste erstrecken, die flache Etosha-Ebene im Nordwesten ist eine Savannen- und Steppenlandschaft, an der Atlantik-Küste befinden sich Städte mit zum Teil agrarisch genutztem Umland.

Land mit kolonialer Vergangenheit

1487 von portugiesischen Seefahrern entdeckt, wurde Namibia danach von Einwanderern aus Europa besiedelt. 1884 wurde das Land zur Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Die Deutschen beuteten das an Bodenschätzen reiche Land rücksichtslos aus: Als im Jahr 1908 bei Lüderitz riesige Diamant-Vorkommen entdeckt wurden, mussten die eingeborenen Stämme für das Deutsche Reich Sklavenarbeit verrichten. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Namibia südafrikanisches Mandatsgebiet, 1990 ein unabhängiger Staat.

Safari-Touren

Namibia ist eines der Tier-reichsten Länder Afrikas und hat mehr als 20 staatlich verwaltete Natur- und Tierschutzgebiete. Wer eine Safari in Namibia machen möchte, kann z. B. eine Fly-in-Safari buchen und wird dann mit einem Privatflugzeug zu einer der im Nationalpark befindlichen Lodges geflogen, wo er übernachtet. Von dort aus geht es dann mit dem Geländewagen auf Safari. Der wohl bekannteste Nationalpark Namibias ist der Etosha-Nationalpark im Norden des Landes. Dort findet der Safari-Tourist fast alle Wildtiere des afrikanischen Kontinents. Ein sehr schönes Fotomotiv sind z. B. die sich nach einem starken Regenguss an den wenigen Wasserlöchern zum Trinken und Baden versammelnden Wildtiere. Das Wasserloch von Okanukuejo wird nachts sogar mit Flutlicht beleuchtet, damit man die Tiere gut beobachten kann. Die beste Reisezeit für Safari-Urlauber sind die Monate Mai bis September, da in Afrika dann Trockenzeit herrscht. Wer eine Safari in Namibia erleben möchte, kann eine Selbstfahrer-Tour buchen oder aber in einer organisierten Gruppe reisen.3MegaCam

Trekking-Touren

Eine sehr beliebte, allerdings auch anstrengende Wandertour ist z. B. die Fish River Canyon-Tour: 4 bis 5 Tage lang wandern und klettern ohne Übernachtungsmöglichkeit zwischendurch. Der Fish River Canyon führt durch eine karge, von der glühenden Sonne ausgezehrte Landschaft mit nur wenig grüner Vegetation. Bevölkert wird diese wilde Naturlandschaft von mehr als 60 Vogelarten und diversen, auch gefährlichen Wildtieren wie z. B. Leoparden. Wem diese 86 km lange Tour zu strapaziös ist, der kann auch zu einer wesentlichen kürzeren Wanderung aufbrechen, z. B. zum Oranje-River, wo er eine abenteuerliche Kanufahrt auf wilden Stromschnellen machen kann. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum Gebiet der Himba, eines im Nordwesten von Namibia lebenden Bantu-Stammes. Die Himba sind auch heute noch nomadisierende Viehzüchter, Jäger und Sammler und bewohnen das Homeland Kaokoveld.

Sightseeing

Touristen, die es nicht ganz so aufregend oder körperlich anstrengend mögen, sollten unbedingt die namibische Hauptstadt Windhoek besichtigen, die wie viele andere Städte des Landes Bauten im wilhelminischen Stil hat und den Besucher damit an die Zeit der deutschen Kolonialherrschaft erinnert. Wer eines der ärmlichen Townships besucht, in denen auch heute noch viele Schwarze leben, sieht mit eigenen Augen die Auswirkungen der südafrikanischen Apartheid-Politik. Über die Geschichte Namibias während der Kolonialzeit kann man sich auch im State Museum informieren.

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