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Kenia Reisen – Campingsafari in Ostafrika

Freitag, 2. Juli 2010 6:44

Unsere Kenia Safari beginnt um 10.30 Uhr auf dem Flughafen in Nairobi. Wir werden bereits erwartet und fahren gleich weiter zu Sally und Mike, bei denen wir unsere Safari gebucht haben. Wir haben uns für die Luxusvariante entschieden, bei der die Gäste schon fertig aufgestellte Zelte vorfinden. Viel Zeit haben wir nicht, mit dem Flugzeug geht es um 14.45 Uhr weiter in Richtung Naivasha und dann nach Loldia Airstrip. Nach unserer Landung in Nairobi kommen wir auf dem Kurzflug das erste Mal ein wenig zur Ruhe. Bei dem Blick aus dem Flugzeug zeigt sich die atemberaubende Landschaft Kenias. Wir sehen Weizenfelder und überfliegen den riesigen Krater eines Vulkanes.

Um 16.00 Uhr kommen wir an und werden von Jack empfangen, der uns mit seinem Auto zu unserem Zelt bringt. Die Begrüßung ist freundlich, Jack sagt, dass er sich freut, uns zu sehen. Es wirkt nicht wie einstudiert, sondern sehr ehrlich. Von unserem Zelt aus haben wir einen traumhaften Blick auf den Mara-Fluss. Es hält uns nicht lange hier, auch wenn wir eigentlich ziemlich erschöpft sind. Wir ziehen unsere Safarikleidung an und wollen zum Game Drive. Schon nach kurzer Zeit begegnen wir den ersten Zebras, Topis und Weißbartgnus. Plötzlich stehen wir vor einem Safarifahrzeug und sehen, wie sich eine Löwin an die Gnus heranpirscht. Wir erstarren regelrecht und sind beeindruckt von der kraftvollen Löwin. Die überlegt es sich aber anders und legt sich wieder hin. Das Leben eines der Gnus ist damit auf wundersame Weise verlängert worden. Kurze Zeit später sehen wir gleich 8 Löwen faul im Gras liegen. Gern hätten wir sie fotografiert, aber das Licht reicht nicht aus und wir müssen zurück ins Camp, denn die Ranger haben die Anweisung, um 18.00 Uhr zurück zu sein.

Als wir an der Bar im Lager sitzen und etwas trinken, sehen wir nicht weit entfernt zwei Hippos grasen. Nach dem Essen um 20.00 Uhr fallen wir fast augenblicklich ins Bett.

Um 05.50 Uhr des nächsten Morgens werden wir geweckt, eine gute halbe Stunde später geht es los zum Game Drive. Wir haben das Glück, dass Jack mit uns allein unterwegs ist. Auf unserer Fahrt sehen wir unzählige Tiere. Einen seltenen Riedbock, große Herden von Gazellen und plötzlich Geier, die auf einem Baum sitzen. Wo Geier sind, ist etwas los, also sehen wir uns um und entdecken eine Tüpfelhyäne, die sich über die Knochen eines erlegten Gnus hermacht. Die Geier warten einen kurzen Moment und beteiligen sich an dem Festmahl.

Wir fahren weiter zum Mara-Fluss und werden Zeugen eines unglaublichen Schauspiels. Jack erzählt uns, dass er schon seit Tagen darauf wartet, dass die Gnus, die dort zu Hunderten stehen, den Fluss überqueren. Das Problem besteht darin, dass eines Tiere die Initiative ergreifen muss, sonst passiert nichts. Die Spannung, die unter den Gnus herrscht, ist regelrecht greifbar, wir hören, wir die Tiere immer lauter „muhen“, einige gehen zum Wasser, kehren aber dann wieder um. Dann geht es plötzlich los. Wir konnten nicht sehen, welches Tier den Mut aufgebracht hat, ins Wasser zu gehen, aber von einem Moment auf den anderen stürzen sich die Gnus ins Wasser. Das Ereignis lässt unseren Atem stocken, Jack ist in der Zwischenzeit zum Auto gegangen und berichtet über Funk anderen Rangern über das Schauspiel. Innerhalb kürzester Zeit sind 15 Autos angekommen, alle Besucher beobachten ehrfürchtig das Treiben der Gnus. Jack sagt, dass wir enormes Glück hatten, als Einzige den Beginn des Ganges durch das Wasser zu beobachten. Das dachten wir allerdings schon die ganze Zeit.

Vorbei ist das Erlebnis unserer Kenia Reise aber noch nicht. Einige Zebras entscheiden sich nun offenbar auch, das Wasser überqueren zu wollen und stiften dadurch unter den Gnus Verwirrung. Da nicht alle Zebras tatsächlich den Fluss überqueren und umdrehen, um wieder ans Ufer zu kommen, sind eine Menge der Gnus offenbar verunsichert, kehren ebenfalls um und laufen zurück zum Ufer, von dem aus sie gekommen waren. Nach ungefähr einer Stunde beruhigt sich die Situation, wenige Minuten später ist kein Tier mehr im Wasser zu sehen.

Als wir zum Camp zurückfahren, begegnen wir immer wieder Gnus, die sich einfach auf die Straße gelegt haben. Jack fährt sehr vorsichtig und nähert sich den Tieren auf wenige Meter. Sie sind aber kaum aus der Ruhe zu bringen und stehen nur widerwillig auf, um uns Platz zu machen.

Nach dem Mittagessen im Camp fahren wir wieder los, diesmal soll es zu einer Besichtigung ins Olonana-Camp gehen. Auf der Fahrt beginnt es heftig zu regnen, der Fahrer hat Probleme, die Spur zu halten, es wirkt, als fahre man auf Eis und Schnee, so rutschig ist es. Trotzdem kommen wir im Ologana-Camp an, der Fahrer wirkt allerdings sichtlich erschöpft. Es ist herrlich gelegen und wir sehen das steil abfallende Ufer des Mara-Flusses. Beth, die uns überall herum führt, zeigt uns auch die Zimmer, die gemütlich und einladend wirken. Selbst bei dem regnerischen Wetter ahnen wir, wie schön es sein muss, bei Sonne auf der Terrasse zu sitzen und auf den Fluss zu blicken. Vielleicht entscheiden wir uns bei unserem nächsten Kenia Urlaub für dieses Quartier.

Reiseveranstalter. ACCEPT-Reisen Aachen

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