Ferien im Ahornland

Meine schönsten Urlaubserinnerungen sind bis jetzt die aus meinem Aufenthalt in Toronto. Meine Eltern kamen auf die Idee,Sprachferienin Kanada zu buchen, damit ich endlich mein mäßiges Englisch poliere. Am Anfang war ich nicht sehr begeistert, und obwohl mich die Abenteuerlust zunehmend packte, im Land der Trapper und der Karibus, Urlaub zu machen, verabschiedete ich mich von meinen Freunden mit einem resignierten „Tschüss! Bis nach den Ferien“. Die vier Wochen, die ich dort verbrachte, übertrafen aber alles, was ich bis dahin erlebt hatte.

Mein Sprachkurs Torontowar sehr international. Wir wohnten im Campus der Universität und hatten auch dort Unterricht. So waren die Wege kurz, die Möglichkeiten Kontakt mit anderen Teilnehmern aufzunehmen, gegeben und tatsächlich, haben wir uns von Anfang angetroffen, um uns zu unterhalten, zusammen zu übern oder einfach, die nahliegende Stadt zu erkunden. Denn die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten sind in der Nähe.

So hat Toronto ein tolles supermodernes Zentrum, aber gleichzeitig trifft man Stadteile mit kleinen Einfamilienhäusern. Eine sehr sympathische Mischung. Der CN Tower steht mitten im ultramodernen Finazdistrikt Torontos und ragt, trotz Wolkenkratzer, deutlich heraus. Mit über 500 Metern ganz schön hoch, allerdings sind wir bis über 400 Meter auf die zweite Plattform aufgestiegen und das hat gereicht. Nachdem der Fahrstuhl gerast ist, wurden wir mit einem einmaligen Blick auf die ganze Gegend belohnt. Die unterirdischen Einkaufsstraßen waren auch einer meiner Lieblingsausflugsziele. Aber der Höhepunkt war sicherlich unser Ausflug zu den Niagarafällen. So viel Wasser und so viel Kraft. Kein Foto gibt das Gefühl wieder, was man dort neben den tosenden Wassermassen erfährt!

Nicht nur die Abenteuerlust wurde gestillt, auch beim Thema Spass kam ich auf meinen Kosten. Regelmäßig gab es auf dem Campus Feste die organisiert werden. Riesige Grillfeste oder „ice cream parties“ – lustig ging es dabei immer zu und her! Dann, am Wochenende, hatten wir die Möglichkeit,  Entdeckungsreisen nach Toronto zu unternehmen, oder zu dem atemberaubenden Freizeitpark Canada’s Wonderland.

Die Zeit dort war sehr schön und ich habe sehr interessante Leute aus aller Welt kennengelernt, mit denen ich noch heute Kontakt habe. Weil unsere einzige gemeinsame Sprache Englisch war, habe ich dort enorme Fortschritte gemacht, was meinen Eltern, und nicht zuletzt mir selbst, wahnsinnig gefreut hat. Ich werde sicherlich versuchen, einen zweiten Sprachkurs dort zu machen.

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Datum: Freitag, 7. Mai 2010 6:35
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