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Im Ausland leben

Freitag, 19. November 2010 7:58

Im Ausland leben, arbeiten, lieben… Dies ist die Realität von mehr als 200 Millionen Menschen auf der Welt. Die Gründe, sein Heimatland zu verlassen, sind so verschieden, wie die Menschen, die dieses Abenteuer auf sich nehmen. Seien sie nun wirtschaftlicher, politischer oder persönlicher Natur, eines ist allen Expatriates gemein: so gut man sich auch auf das Leben im anderen Land vorbereitet, man wird immer Situationen erleben, die man so nicht erwartet hat. Dem berühmten Kulturschock kann man natürlich etwas vorbeugen, indem man sich mit dem Zielland beschäftigt und sich auf die neue Situation einstellt. Da man sich aber häufig gar nicht bewusst ist, dass bestimmte Handlungen und Ansichten kulturbedingt sind, wird man doch immer wieder überrascht, ja vielleicht sogar schockiert sein von der fremden Kultur.

Die Fragen und Probleme die sich einem Expatriaten (Menschen die außerhalb ihres Heimatlandes leben, auf Englisch „Expatriate“ oder „Expat“) stellen, reichen von ganz praktischen Dingen wie den Öffnungszeiten der Behörden, über rechtliche Aspekte wie den Visa-Bestimmungen, zu persönlichen Aspekte wie dem Anschlussfinden in der Gesellschaft.

Viele sind schlichtweg überfordert mit der neuen Situation und wissen gar nicht erst, wo sie mit den Vorbereitungen anfangen sollen. Natürlich kann man das Internet nach Antworten durchforsten, einen Überblick über die relevanten Informationen zu gewinnen, ist aber schwierig. Deshalb sind Homepages, die sich genau den Fragen und Sorgen von Expats widmen, sehr hilfreich. In verschiedenen Sprachen findet man Wissenswertes zu den Ländern und kann auch mit den Menschen direkt in Kontakt treten, die den Schritt bereits gewagt haben.

Allen praktischen Informationen zum trotz wird sich erst im Ausland zeigen, ob man der Herausforderung gewachsen ist. Eine gute Vorbereitung ist sicherlich das A und O und hilft einem, sich der neuen Situation selbstbewusster zu stellen. Auch wenn sich vielleicht einige entscheiden, wieder ins Heimatland zurückzukehren, ist eines sicher: reifer und anpassungsfähiger macht einen die Erfahrung auf jeden Fall.

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Sprachreisen als Erwachsene

Freitag, 19. November 2010 7:55

Sprachreisen sind etwas für junge Leute. Sie gehen in ein fremdes Land, um Freiheiten zu genießen, die sie zu Hause nicht haben. Sie wollen Spaß, Leute kennen lernen und auf Shoppingtour gehen. Das Erlernen einer Fremdsprache steht dabei nicht im Vordergrund. Erwachsene haben in diesem Umfeld nichts verloren.

So die Vorurteile vieler gegenüber Sprachaufenthalten. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass das nicht so ist. Ich bin 21 und war bereits für einen Sprachaufenthalt in Córdoba, Spanien und in Brighton, England. Natürlich gibt es die „typischen“ Sprachreisenden auch: die, die nur ausgehen wollen und am Ende ihres Aufenthaltes ihre Sprachkenntnisse nur bezüglich Party-Vokabular aufgebessert haben. Diese waren aber bis jetzt immer in der Unterzahl. Die meisten machen die Reise wirklich wegen der Sprachen.

Und es stimmt auch nicht, dass nur Jugendliche Sprachaufenthalte machen. Immer mehr Erwachsene machen bei diesem Trend mit, eine Fremdsprache direkt in dem Land zu lernen, wo sie gesprochen wird. Die Vorteile sind offensichtlich: man ist immer von der Fremdsprache umgeben, lernt neben der Grammatik und dem Vokabular auch die Kultur kennen und kann nebenbei auch noch Sightseeing machen. Außerdem sind Fremdsprachen immer mehr gefragt und es kann nie schaden, die Kenntnisse aufzufrischen oder eine neue Sprache zu erlernen.

Natürlich sollte man darauf achten, welche Sprachschule man auswählt. Macht man Sprachreisen als Erwachsene oder will man ansonsten den Partywütigen etwas aus dem Weg gehen, sollte man sich vielleicht nicht an einer Schule anmelden, die mit ihren Standort direkt neben den Diskotheken wirbt.

Es gibt auch Sprachschulen extra für Erwachsene. Ich fand es aber bei meinen beiden Sprachaufenthalten ganz interessant, dass die Klassen mit Leuten aller Altersklassen und aus allen Nationen gemischt waren. Man konnte sich austauschen und mit einigen stehe ich bis heute noch in Kontakt. Und genau das ist ja auch das Schöne eines Sprachaufenthaltes.

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Ein verregnetes Wochenende in Madrid

Freitag, 19. November 2010 7:53

Ich war gerade für ein halbes Jahr in Salamanca, um Spanisch in Spanien zu lernen. Natürlich wollte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, ein Wochenende in Madrid zu verbringen.

Dort traf ich mich mit einer Freundin, die dort ein Erasmus-Austauschsemester absolvierte und nebenbei die Möglichkeit nutzte, Spanischkurse in Spanien zu belegen. Da wir beide in Spanien waren, um unser Spanisch so gut wie nur möglich zu verbessern, machten wir ab, nur Spanisch untereinander zu sprechen. Das war am Anfang ganz schön komisch, denn wenn man sich Jahre lang kennt und plötzlich in einer anderen Sprache zusammen sprechen soll, kommt einem das ziemlich verkehrt vor. Es ist aber nur eine Frage des sich daran gewöhnen. Nach ein paar Stunden war es schon ganz normal. Nur einmal in einem ziemlich vollen Kaffee haben wir auf Deutsch gewechselt, denn unser Frauengespräch musste nicht ganz Spanien mitverfolgen.

Leider hatten wir ziemliches Pech mit dem Wetter. Die ganzen vorherigen Wochen war das Wetter prächtig gewesen, ein richtig goldiger Herbst. Doch das änderte sich, als ich ankam. Es regnete und der Wind blies mit einer solchen Stärke, dass wir beide unsere Schirme in die nächste Mülltonnen werfen mussten. Wir liessen uns die gute Laune aber nicht nehmen und gingen kurzer Hand in das Shoppingzentrum Príncipe Pío. Diese Mall hat fast jeden Tag im Jahr offen und bietet alles, was Shoppingbegeisterte suchen. Einzig mein Kontostand hat gelitten.

Am nächsten Tag schlenderten wir durch die Stadt und ich war begeistert von der schönen Architektur der Gran Vía, der Plaza del Oriente und mein persönlicher Favorit war der Mercado de San Miguel. Dort kann man Stunden verbringen, in dem man sich kulinarisch verwöhnen lässt. Um die Verdauung anzuregen gingen wir danach in den Parque del Retiro. Das Wetter war immer noch wechselhaft, mal regnete es, mal schien die Sonne. Mit den farbigen Blättern der Bäume gab das wunderschöne Fotomotive. Und was gibt es schöneres als sich nach einem Spaziergang im größten Parks von Madrid mit Churros und einer Tasse heißer Schokolade aufzuwärmen?

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Reise nach Kastilien-León

Freitag, 19. November 2010 7:51

Spanien ist in 17 autonome Gemeinschaften (Comunidades Autónomas, CC.AA.) geteilt. Diese Gemeinschaften wiederum bestehen aus verschiedenen Provinzen, es gibt aber sieben Regionen, die nur aus einer Provinz bestehen. Außerdem gehören noch zwei autonome Städte zu Spanien: Ceuta und Melilla. Sie liegen in Nordafrika und haben nicht genau dieselben Rechte wie die Comunidades Autónomas, sie können zum Beispiel keine Gesetze geben.

Die größte der autonomen Gemeinschaften ist Kastilien-León. Sie umfasst neun Provinzen und die Hauptstadt ist Valladolid. Weitere bekannte Städte sind Ávila, Burgos, León oder Salamanca. Manchmal hört man sagen, dass Kastilien und León das „echte Spanien“ ist. Viele Regionen wurden noch nicht von den Touristenmassen überrannt und vor allem für Kulturliebhaber hat diese Region, die zwischen 600 und 800 Meter über dem Meeresspiegel im Landesinnern der Halbinsel liegt, viel zu bieten. Da die Bewohner ein sehr deutliches Spanisch sprechen, ist die Region sehr beliebt für Sprachreisen in Spanien.

Naturliebhabern empfiehlt sich eine Wandertour in Sierra de Francia oder Sierra de Béjar. Die Sierra de Francia liegt im Südwesten der Region und hat schöne Wälder und historische Dörfer. Vor allem das kleine La Alberca ist ein Besuch wert: die Häuser sind im traditionellen Stil der Region gebaut und bei einem Kaffee auf der Plaza Mayor nach einer Wanderung kann man die Seele baumeln lassen. Wenn man in der Sierra de Béjar wandern möchte, empfiehlt es sich, bis zum Dörfchen Candelario zu fahren und von dort aus einen der zahlreichen Gipfel (um die 2000-2500 M. ü. M.) zu besteigen.

Hat man genug von Sport, darf natürlich ein Besuch in Salamanca nicht fehlen. Diese Stadt ist vor allem auf Grund ihrer Universität bekannt. Die Universidad de Salamanca gehört zu den ältesten in Europa und die vielen Studenten der Stadt verleihen ihr ein jugendliches Flair neben den Kathedralen. Für eine Sprachreise nach Spanien ist Salamanca der ideale Ort. Es gibt viele gute Sprachschulen und sowohl kulturell, kulinarisch und ausgehtechnisch hat diese Stadt viel zu bieten. Vielen gefällt es so, dass sie gar nicht mehr zurück wollen.

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Mit dem Auto von Malaga nach Alicante

Mittwoch, 10. November 2010 7:34

Letzen Sommer fuhr ich zusammen mit meiner Schwester von Malaga nach Alicante. Wir hatten einen Mietwagen in Malaga reserviert und waren froh, als beim Abholen alles reibungslos verlief. Wir fuhren die Küste entlang nach Torremolinos, um zu baden. Von diesem Ort waren wir aber sehr enttäuscht: die Strände waren hoffnungslos überfüllt und das Meer war relativ schmutzig. Also fuhren wir schneller als geplant Richtung Granada. Ein absolutes Muss ist die Besichtigung der Alhambra. Geduld ist eine Tugend und man tut gut daran, sich an diese Tugend zu erinnern, wenn man diesen beeindruckenden Palast besucht. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Die Aussicht auf die verschneiten Berge der Sierra Nevada ist außerdem atemberaubend.

Wir fuhren in den Nationalpark Sierra Nevada und, was nicht anders zu erwarten war von zwei Schweizerinnen, mieteten Skis und verbrachten zwei tolle Tage auf den Pisten. Die Skigebiete waren zwar um vieles kleiner als wir es gewohnt waren, aber es war trotzdem ein tolles Gefühl, auf dem spanischen Festland Ski zu laufen.

Weiter ging es zurück an die Küste nach Almería. Die Stadt hat 175 000 Einwohner und wird von der Alcazaba, die auf einem Felsen über der Stadt errichtet wurde, dominiert. Wir waren vor allem von dem Nachtleben begeistert: in zahlreichen Bars und Diskotheken feierten wir die Nächte durch. Deshalb verschoben wir unsere Weiterreise um einen Tag, denn übermüdet Autofahren ist schlichtweg verantwortungslos.

Da wir nun mehr Zeit gebraucht hatten als geplant, fuhren wir ohne große Zwischenhalte an der Küste entlang nach Cartagena. Wir waren fasziniert von den modernistischen Gebäuden und den vielen Farben der Stadt. Es gibt außerdem zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten, aber leider konnten wir uns nur wenig ansehen, denn die Autovermietung in Alicante wäre sicherlich nicht erfreut gewesen, hätten wir das Auto einen Tag zu spät abgeben.

In Alicante verbrachten wir schließlich drei Tage am Strand um uns zu erholen. Solch lange Autofahrten sind gerade für Junglenker doch noch recht anstrengend.

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Das rollende „R”

Mittwoch, 10. November 2010 7:31

Eine Fremdsprache lernt man bekanntlich immer noch am besten in dem Land, wo diese gesprochen wird. Ich bin perfektionistisch veranlagt und gebe mich deshalb auch beim Fremdsprachenlernen nicht mit halben Sachen zufrieden. Als ich anfing, Spanisch zu lernen, war mir von Anfang an klar, dass ich auf keinen Fall den typischen deutschen Akzent haben wollte. Doch wie sollte ich das erreichen, wo doch meine Spanischlehrerin selbst einen Akzent hatte? Grammatikalisch gesehen und vom Wortschatz her war sie sicherlich eine gute Lehrerin, aber bei jedem Wort mit „r“ das sie aussprach, musste ich unweigerlich zusammenzucken. Man hörte einfach die deutsche Aussprache. Das rollende „R“ gelang ihr nicht.
Ich habe mich auf die Suche nach Sprachschulen in Spanien gemacht, mein anfänglicher Optimismus wurde aber schnell gebremst: Wenn man im Internet die Schlagwörter „Sprachschule“ und „Spanien“ eingibt, bekommt man so viele Ergebnisse, dass man vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sieht. Auf was sollte ich achten? In welche Stadt sollte ich gehen? Wie lange wäre die Dauer eines optimalen Aufenthaltes?
Ich sprach mit einer Freundin, die gerade zum Spanisch lernen in Barcelona war, und sie gab mir den Tipp, auf jeden Fall nur an eine zertifizierte Sprachschule zu gehen. Das Instituto Cervantes ist eine Einrichtung des spanischen Staates zur Förderung des Castellano (so nennen die Spanier „ihr“ Spanisch) und deren Kultur. Hat nun eine Sprachschule diese offizielle Akkreditierung, heißt es, dass das Unterrichtsprogramm und das Lehrpersonal überprüft wurden. Bekannt ist das Instituto Cervantes auch für die DELE-Prüfungen. Diese sind zu vergleichen mit den Cambridge-Zertifikaten im Englischen. DELE steht für Diploma de Español como Lengua Extranjera, zu Deutsch: Diplom für Spanisch als Fremdsprache.

Meine Freundin sprach nach ihrem Aufenthalt in Barcelona so gut Spanisch und war so begeistert, dass ich mich kurzerhand entschied, an dieselbe Sprachschule zu gehen. Ich habe es nicht bereut: Ich rolle das „R“ wie ein Torero und wurde bereits gefragt, ob ich Spanisch-Muttersprachlerin sei.

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Wie buche ich ein Hotel?

Sonntag, 7. November 2010 9:21

Überlegen Sie als erstes, ob Sie das Hotel selber suchen oder ein Reisebüro beauftragen möchten. Der Vorteil, wenn Sie bei einer Reiseagentur anfragen, liegt sicherlich darin, dass sie sich um weniger kümmern müssen. Wenn Sie einmal den Auftrag mit dem gewünschten Hotel aufgegeben haben, kümmert es sich um alles. Eventuell muss man mit einem höheren Preis rechnen, da der Agentur eine Kommission zugute steht. Hier ist allerdings anzumerken, dass Reisebüros zum Teil Spezialangebote mit den Hotels aushandeln können, die man als Einzelperson nicht hat.
Wenn Sie das Hotel selber buchen möchten, gibt es wiederum zwei Möglichkeiten. Einerseits können Sie das Hotel in Prospekten oder im Internet suchen und dann direkt Kontakt mit dem Hotel aufnehmen. Dazu geben Sie am besten in einer Suchmaschine den gewünschten Ort und „Hotels“ ein, also zum Beispiel: Bielefeld Hotels. Danach können Sie eine Mail schreiben oder anrufen, um weitere Informationen zu erhalten. Diese Methode eignet sich vor allem dann, wenn Sie sich gerne ein eigenes Bild machen möchten. In der Art der Antwort lässt sich bereits auf die Qualität des Hauses rückschließen. Wenn Sie das Gefühl haben, unfreundlich oder inkompetent behandelt zu werden, suchen Sie sich besser ein anderes Hotel.
Die zweite Möglichkeit liegt darin, über Internetportale Hotels zu suchen und dort online zu buchen. Suchen Sie zum Beispiel eine Übernachtung in Hamburg und kennen sich überhaupt nicht aus in der Stadt, sind diese Portale sehr hilfreich, weil sie Ihnen die Preisklasse und eine Bewertung angeben. Außerdem können Besucher, die bereits dort waren, eine Wertung abgeben. Dies ist sehr nützlich, obwohl man auch hier Vorsicht walten lassen sollte, denn jedermann kann die Kommentare abgeben. Es sind Fälle bekannt, bei denen die Konkurrenz extra schlechte Bewertungen abgegeben haben oder eigene Mitarbeiter des Hotels zu Werbezwecken ein großes Lob hingeschrieben haben. Um nicht auf solche Tricks hereinzufallen, sollte man immer mehrere Kommentare lesen und vergleichen, so bekommt man eine repräsentativere Darstellung.
Ein bisschen Zeit zu investieren lohnt sich auf jeden Fall, schließlich möchten Sie einen guten Aufenthalt genießen, sei es nun geschäftlich oder privat.

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