Reisebericht Brasilien

 

Reisebericht Brasilien, Auf den Spuren der Conquistadores

Reisebericht Brasilien, auf den Spuren der Conquistadores

Die Insel Itamaracá in Nord-Ost-Brasilien / Von Martin Dünkel

Der große, grellgrüne Leguan am Stamm der hohen Kokospalme rührt sich nicht. Er scheint die Eindringlinge in seiner paradiesischen Welt der Mata Atlantica zu ignorieren. „Ihr müsst unsere Insel zu Fuß entdecken, dort wo kaum ein Fahrzeug über die Lehmpfade rollt“. So sagte
uns unser Pousada-Wirt Hans Peter Tolksdorf, in dessen „Pousada do Alemao“ auf der Insel Itamaracá wir für 2 Wochen Quartier bezogen. Sein auf der Insel geborener und
aufgewachsener Sohn Jascha begleitet uns auf den ursprünglichen Wegen zur Entdeckung der kolonialen Vergangenheit Nord-Ost-Brasiliens
und erweist sich uns als erfahrener Führer. Die Insel liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Recife, der Hauptstadt des brasilianischen
Bundesstaates Pernambuco an der Nord-Ostküste. Ihre Größe beträgt etwa 65 Quadratkilometer und ist vom Festland durch
den Canal de Santa Cruz, einem bis zu 1000 Meter breiten Meeresarm getrennt. Mit dem klapprigen Taxi sind es etwa 1 Stunde Fahrt über den so genannten „Highway BR 101“ vom Flughafen Recife. Eine zweispurige Straßenbrücke verbindet Itamaracá mit dem Festland, was die Entdeckung des Hinterlandes mit „Minibussen“ sehr erleichtert. 17 Kilometer feinsandiger Atlantikstrand praktisch ohne Touristen ist für Europäer ein wahrhafter Traum.

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Ilha Itamaracá, Blick nach Osten zum Atlantik

Große Hotels sucht man hier vergebens. Kleinere und mittelgroße Pensionen (Pousadas) versorgen ihre Gäste höchst individuell mit den köstlichsten Genüssen der Tropen.

 

 

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Kilometer um Kilometer menschenleerer Traumstrand

Täglich frische Säfte aus unbekannten Früchten, Gemüse und Fische zusammen mit den obligaten Bohnen und Reis eröffnen uns Europäern nie gekannte Geschmackserlebnisse. Beispiel: Rochen in Kokossauce mit Maniok, phantastisch!

Die Wanderung im Süden der Insel führt durch den Küstenurwald am Rande der Mangrovensümpfe desCanal de Santa Cruz entlang. Der alte Urwaldpfad mit dem Namen „Trilha dos Holandeses“ führt zu einer Anhöhe, welche sich über die ganze Länge der Insel erstreckt, etwa 200 Meter bergan. Dort liegt die kleine Siedlung Vila Velha, die älteste portugiesische Gründung seit der Eroberung des Landes um 1500. Die alte im portu- giesischen Barock erbaute Kirche „Nossa Senhora da Conceiao“ entstand aus einem Festungsgebäude der ersten Siedler und wurde 1534 geweiht. Vom Glockenturm bekommt man einen ersten, phantastischen Überblick über die ganze Insel, den Canal und zum gegenüberliegendenFestland. Die wenigen Familien des Ortes sind fast alle Nachkommen von Sklaven der ehemaligen Zuckerrohrplantagen auf der Insel. Die Menschen leben unter einfachsten Bedingungen von der Fischerei im Canal de Santa Cruz und vom Anbau von Mangos, den besten im ganzen Land, wie man uns erzählt. Die Ruinen der alten Sklavenkirche am Rande des Dorfes sowie des uralten Fried- hofes werden bestaunt. Alles bietet ein überaus friedliches, harmonisches Bild, hier würde man gerne länger verweilen...>>weiterlesen

 


 

 


 

 

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